Polnische Burgen und Schlösser
Aktualisierung

Burg in Ossolin

  

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Beschreibung


d er erste bekannte Besitzer der hiesigen Ländereien war Jan aus dem Wappen von Tór, der in den Dokumenten Jasiek genannt wird. Nachdem er hier ein Dorf gegründet hatte, nannte er es Ossolin, der Name sollte von Osa stammen, dem Helden der lokalen Tradition. Jan übernahm den Nachnamen von seinem Landgut, wodurch die große Familie Ossoliński entstand. Wahrscheinlich im 14. Jahrhundert errichteten sie hier eine Festung, die in Dokumenten des 15. Jahrhunderts als castrum erwähnt wird.
An der 
Zamek Ossolin
Fotografia J.T.Pycza, Tygodnik Illustrowany 1908 ze zbiorów Biblioteki Instytutu Badań Literackich PAN
Stelle der mittelalterlichen Burg errichtete Jerzy Ossoliński, Woiwode von Sandomierz und Kanzler der Krone, im Jahr 1633 eine Renaissance-Residenz, die für ihre Pracht und ihren Reichtum nach dem Entwurf der Wawrzyniec Senes berühmt ist. Das Schloss bestand aus vier dreistöckigen Wohntrakten aus Backstein, die den Innenhof umgaben. Die Ziegel für den Bau wurden vor Ort aus Lehm und Löss gebrannt, und das Mauerwerk der Burg bestand aus Sandstein, der aus dem Dorf Podolien in der Nähe von Opatów gebracht wurde. In den Ecken standen runde Türme, wahrscheinlich Relikte einer früheren Gründung. Im Eckturm am Eingangstor befand sich eine Kapelle. An den Rändern des Hügels war die Burg von einer Umfassungsmauer umgeben, und das Vorgebirge war durch einen Trockengraben vom Rest des Hügels abgeschnitten, über den eine Brücke geworfen wurde, die zur Vorburg führte. Das Ganze war von Bastionen Befestigungsanlagen umgeben. Der Bau wurde 1635 fertiggestellt. Während der Schwedenkriege teilte die Burg glücklicherweise nicht das Schicksal vieler anderer polnischer Festungen, sie blieb von Schäden verschont.
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war die Burg bereits durch den Lauf der Zeit belastet, so dass der damalige Besitzer Józef Salezy Ossoliński sie renovierte und sowohl die Mauern der Wohnflügel als auch die Umfassungsmauer mit Strebepfeilern umgab. Es ist möglich, dass bei diesem Wiederaufbau nur ein Turm übrig blieb.
Im Jahre 1780 ging Ossolin in die Hände der Familie Ledóchowski über, die vernachlässigte Burg 
Zamek Ossolin
Ruiny zamku w Ossolinie na rysunku Jana Olszewskiego z 1904 roku
begann zu verfallen. Um 1800 war sie vermutlich nicht mehr bewohnt. Im Jahr 1816 ordnete Antoni Ledóchowski die Zerstörung des Schlosses an, das noch als Getreidespeicher und Wirtschaftslager genutzt wurde. Nach der Sprengung hielten nur der zylindrische Turm, das Tor und die Brücke den Schäden stand. Im Jahr 1831 war der nächste Besitzer von Ossolin General Ignacy Ledóchowski, ein Teilnehmer des Nationalaufstandes.
Die Reste der Mauern dienten als Quelle für Baumaterial und Straßensteine für die späteren Besitzer. Ab 1901 war die Familie Karski Eigentümer des Ruinengebiets. In der Zwischenkriegszeit errichtete Michał Karski auf dem Schlossgelände eine Brennerei. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die noch aus dem Boden ragenden Burgmauern zerstört, und 1944 sprengten die sich zurückziehenden deutschen Truppen den Turm, der als Aussichtspunkt genutzt werden konnte.
Momentan gibt es hier nur noch überwucherte Trümmer, 
Zamek Ossolin
fot. ZeroJeden, X 2004
die die Gewölbe der Keller verbergen. Ein Arkadengang ist erhalten geblieben der Brücke, die die Burg mit der Vorburg verband, hinter der Brücke sieht man noch die Reste von Säulen an der Stelle, an der das Portal des Eingangstores stand.

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