ie erste Erwähnung der Burg in Koło findet sich bei Jan Długosz, der schreibt, dass sie von Kasimir dem Großen erbaut wurde. Sie wurde am Fluss Warthe in einiger Entfernung von der Siedlung gegründet, die 1362 vom König die Stadtrechte erhielt. Breite Verteidigungsmauern schlossen einen Bereich ab, der einem Rechteck ähnelte und eine Seitenlänge von etwa 70 x 45 Metern hatte. In der südlichen Ecke war ein riesiger Turm an der Basis, quadratisch und oben rund, er ragte leicht
Widok od wschodu, fot. ZeroJeden, V 2005
vor die Wandseite der Mauern hinaus, und in seinen Kerkern befand sich ein Gefängnis. Heute ist er über 16 Meter hoch. Für den Bau der Fundamente und des Erdgeschosses wurde Stein verwendet, darüber Ziegel. Das Tor befand sich neben dem Turm im östlichen Abschnitt der Stadtmauer. Von außen schloss sich ein Wohnhaus an den westlichen Abschnitt der Umfassungsmauer an, die restlichen Gebäude innerhalb der Mauern waren aus Holz.
Auf der Burg in Koło wurden nach der Schlacht bei Grunwald mit dem Deutschen Orden Entscheidungen über die Fortsetzung des Krieges getroffen. Als der Preußische Bund gegründet wurde trafen sich seine Vertreter mit Casimir Jagiellon ebenfalls auf der Burg Kola. Später fanden hier Kongresse des großpolnischen Adels statt.
Als die Schweden in Polen einmarschierten, verhandelte der Gesandte des Königs, Krzysztof Przyjemski, mit dem schwedischen Herrscher Karl Gustav in Koło. Die Invasoren besetzten jedoch die Burg und setzten ihre Invasion in das polnisch-litauische Commonwealth fort. Als sie sich zurückzogen, beschädigten
Zamek na widokówce z 1937 roku
sie die Kola-Festung, die seitdem allmählich in Trümmer fällt. Ende des 17. Jahrhunderts war es im Besitz der Bernhardiner, die hier eine Zeit lang ein Kloster hatten, aber im Laufe des 18. Jahrhunderts die Gebäude nach und nach abbauten und 1768 verließen.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden die unbewohnten Mauern noch abgebaut, erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Überreste vor weiterer Zerstörung geschützt. Bei archäologischen Untersuchungen im Jahr 1976 wurden die Fundamente des genannten Gebäudes an der Klagemauer entdeckt, die bisher unbekannt waren. Weitere Forschungen wurden hier von Łucja Pawlicka-Nowak durchgeführt.
Aktuell ist die Burg als dauerhafte Ruine gut gesichert.