m Jahr 1325 begann man auf der Landenge zwischen den Seen mit dem Bau einer Burg, die für den Sitz des Komturs vorgesehen war. Die Bauarbeiten dauerten bis 1365, aber der Feldherr Günther von Snoze könnte hier bereits 1332 gelebt haben. Die Fundamente und das Erdgeschoss des Gebäudes wurden aus Stein gebaut, in den höheren wurden nur Ziegel für den Bau verwendet. Das Schloss wurde auf einem quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge von 47,5 Metern errichtet, der Innenhof entlang der vier Flügel war von Kreuzgängen umgeben. In der nordwestlichen Ecke des Komplexes befand sich ein riesiger achteckiger Turm, der heute 45 Meter hoch ist, aber ursprünglich über 50 Meter hoch war. Im Nordflügel, neben dem Turm, befand sich ein Eingang zum Schloss, der von einem Burggraben umgeben war, durch den eine Zugbrücke
Człuchów na zdjęciu lotniczym z 1932 roku
geworfen wurde. Das Schloss besaß einen Dansker, der vor dem Südflügel hervorragte.
Die Anordnung der Schlossräume war typisch für den Bau des Deutschen Ordens. Die Haupträume befanden sich im ersten Stock. Im Nordflügel befand sich eine Kapelle, im Osten - Kapitelsaal und Schlafsaal, im Westen - Refektorium, im Süden wohl Gästezimmer. Im Erdgeschoss befanden sich Wirtschaftsräume: im östlichen Flügel eine Küche, im Norden ein Arsenal, im Süden eine Brauerei und ein Ofen.
Die Verteidigungsanlage bestand neben der Burg aus drei Vorburgen, der Weg zur eigentlichen Burg führte durch die westliche und zentrale Vorburg, die östliche war wahrscheinlich ursprünglich eine Siedlung, die sich zur gleichen Zeit wie die Burg befand.
Nach dem Zweiten Frieden von Toruń im Jahr 1454 lagen die Burg und die Stadt innerhalb der Grenzen Polens und bis 1772 befand sich hier der Sitz des Starost. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts, seit den schwedischen Kriegen, wurde es jedoch nach und nach abgebaut.
Zamek w Człuchowie na zdjęciu z 1920 roku
Ende des 18. Jahrhunderts, nach zwei Stadtbränden, wurden Ziegel aus der Burg als Baumaterial bei der Renovierung städtischer Gebäude verwendet. Bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts blieb von der Burg nur der achteckige Turm erhalten. Im Jahre 1802 wurde an der Stelle der östlichen Vorburg ein Friedhof errichtet und an der Stelle des Nordflügels in den Jahren 1826-1828 ein evangelischer Tempel errichtet. Im Jahr 1844 wurde der Turm um 6 Meter auf seine heutige Höhe abgesenkt.
Heute beherbergt der ehemalige evangelische Tempel kulturelle Einrichtungen.